Occupy Wall Street plant nächsten Coup

Die Mitglieder der amerikanischen Bewegung Occupy Wall Street planen ihre Aktivitäten weltweit auszudehnen. Diese Entscheidung ist im Angesicht von immer mehr Sympathisanten in der ganzen Welt nur logisch. Im Kern lautet die Botschaft der Aktivisten, dem Missbrauch von Macht und Reichtum durch das Großkapital und die Banken so schnell wie möglich Einhalt zu gebieten. Zum anderen müsse das Primat der Politik über die Konzerne wieder hergestellt werden. Aus diesem Grunde soll es morgen zu Protestmärschen auf dem gesamten Globus kommen, die von den USA über Europa bis hin in die Asien-Pazifik-Region reichen sollen.

Protestmärsche in der ganzen Welt werden Politik von Regierungen und Banken anprangern

Der Protest der Occupy Wall Street Bewegung organisiert sich wie so oft über das Internet. In hunderten von US-Städten ist es zum Aufruf des friedlichen Protests gegen den Missbrauch von Macht durch die großen Konzerne – in erster Linie Banken – gekommen, dem am morgigen Dienstag wahrscheinlich tausende von Anhängern folgen werden.

Doch die Bewegung hat dieses Mal größere Ziele im Auge, da sie ihre Sympathisanten in vielen Ländern Europas und der Asien-Pazifik-Region ebenfalls dazu aufruft, ihren Protest gegen die zu beobachtende Entwicklung in Politik und Wirtschaft auf die Straße zu tragen. Teil der Kampagne ist das Ziel, die Protestteilnehmer zu einer Art weltweiten Generalstreik zu veranlassen, in dessen Rahmen die Arbeit niedergelegt wird, Schulen und Universitäten nicht besucht und darüber hinaus auch keine Banktransaktionen getätigt werden.

Zu einer der größten Aktionen soll es im Angesicht des morgigen Tag der Arbeit in New York kommen, wo die Occupy Organisatoren gemeinsam mit den Gewerkschaften einen Marsch gegen die Banken planen. In diesem Zuge wird einmal mehr der Bankendistrikt in Manhattan im Zentrum der geplanten Protestaktionen stehen. Die ökonomischen Sorgen unter den Amerikanern haben sich in den vergangenen drei Jahren nicht verflüchtigt – ganz im Gegenteil. Während eine kleine Clique von Bankenmanagern die generöse Rettung ihres gesamten Sektors durch Finanzmittel der US-Steuerzahler einfädelte, verloren hunderttausende Hausbesitzer im Zuge von Zwangsversteigerungen ihre Bleibe.

Die Lage an den Arbeitsmärkten ist weiterhin katastrophal und sieht auf Basis geschönter Zahlen des US-Arbeitsministeriums weitaus besser aus als es in der Realität tatsächlich der Fall ist. Während die nationale Arbeitslosenquote momentan bei 8,2% notiert, weisen Schattenstatistiken einen Wert von bis zu 22% aus.

Letztendlich dürfte die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen. In erster Linie geht es den Protestlern darum, den Zusammenschluss von Banken und Regierung gegen die eigene Bevölkerung aufzubrechen, den einige Experten bereits als neuen Faschismus bezeichnen.

Post Author: Alexander